Konzept

SiCoCheC – Die Vision vom Leben ohne giftige Substanzen

In der industriellen Produktion von Gütern werden häufig Stoffe eingesetzt, die in größeren Mengen für den Menschen schädlich sein können. In EG-Richtlinien werden dafür Obergrenzen gesetzt, die die Hersteller nicht überschreiten dürfen. Unternehmen, die solche Stoffe verarbeiten, unterliegen hierbei einer Informationspflicht.

Um dieser Informationspflicht nachzukommen, bedarf es eines konsequenten Datenaustauschs zwischen den verarbeitenden Unternehmen und deren Zulieferern. Unternehmen die eine große Anzahl an Zwischenprodukten verarbeiten, betreiben einen beträchtlichen Aufwand, um diesen gesetzlichen Regelungen nachzukommen.

Damit dieser Aufwand möglichst reduziert werden kann, setzt SiCoCheC auf das Konzept des Cloud-Computing. Das Ziel ist eine Materialdatenbank mit Informationen über Schadstoffe und Gefahren von Zwischen- und Endprodukten, mit Zugriff für Unternehmen der Medizintechnik, sowie deren Endverbrauchern. Informationen über Inhaltsstoffe der Produkte sollen bereits während der Produktion in der Materialdatenbank hinterlegt werden. Handelt es sich hierbei um sensible Materialdaten, werden diese nicht dauerhaft gespeichert, sondern über einen expliziten Freigabeprozess zugänglich gemacht. Plausibilitätskontrollen und Glaubwürdigkeitsanalysen stellen die Qualität der gemeldeten Daten sicher.

Als wichtiges Ergebnis wird der Endverbraucher anhand von Identifikationsmerkmalen wie Barcodes oder Seriennummern die Inhaltsstoffe seiner Produkte abrufen können.